2015

MANCHE HATTEN KROKODILE

R: Christian Hornung
Tamtam Film

Buch & Regie: Christian Hornung
Produzenten: Andrea Schütte & Dirk Decker
Kamera: Martin Neumeyer
Ton: Corinna Zink
Sounddesign & Mischung: Roman Vehlken
Musik: Eike Swoboda & Najda Rüdebusch
Montage: Christian Hornung & Maria Hemmleb
Produktion: tamtam Film

klicken Sie hier

Ein Film über die letzten Spacrclubs auf St. Pauli und die Geschichten hinter den Einwurfschlitzen.

Vor Jahrzehnten sind sie auf St. Pauli gestrandet, auf der Flucht vor kleinbürgerlicher Enge, auf der Suche nach Arbeit und einem anderen Leben: Als Tänzerin oder Stripperin, Wirt oder Bardame, Seemann oder Zuhälter haben sie sich durchgeschlagen.

Nun sitzen sie schon tagsüber in ihren Stammkneipen, dem „Hong Kong“, dem „Utspann“ oder der „Kaffeepause“, und erinnern sich an ihre besten Jahre. Sie erzählen von der Suche nach Gold und von sinkenden Schiffen, vom Kiezalltag und von Krokodilen. Und natürlich von den Sparclubs, in denen sie bis heute Mitglied sind.

Sparer wollen sie dabei gar nicht sein, sie sehen sich als Lebemenschen. War Geld da, wurde es mit vollen Händen ausgegeben, ohne an die Zukunft zu denken. Aber in dem Sparschrank an der Kneipenwand waren zumindest ein paar Mark, ein paar Euro sicher, vor allem vor ihnen selbst. Geld, um über die Runden zu kommen. Die Kneipe mit dem Sparclub ist ihnen in all den Jahren zu Halt und Heimat geworden.

2015

SNAPSHOT MON AMOUR

ein Film von Christian Bau
D 2015, 6 Minuten

65. Internationale Filmfestspiele Berlin, Berlinale Shorts Wettbewerb 2015
Internationales KurzFilmFest Hamburg 2015
8th Imagine Science Film Festival New York u.a.

a film by
CHRISTIAN BAU
Music ULRIKE HAAGE
Editing MARIA HEMMLEB
Calligraphy IMAKO UMESAKA
Photography CHRISTIAN BAU / JONNY MÜLLER-GOLDENSTEDT
Vocals MASAMI SATO
Narrator ANDREW BIRD
Music Recording PHILIPP FIEDLER
Sound Mixing PIERRE BRAND
Thanks to MIZUKI WILDENHAHN / ANGELIKA STRELCZYK
© THEDE FILMPRODUKTION HAMBURG 2014

Nach der Katastrophe von Fukushima entstand in der japanischen Sprache ein neues Wort: Genpatsu-Rikon: in der Kalligraphie zusammen gesetzt aus den Begriffen „Atom“ und „Scheidung“. Für den Film Snapshot – Mon Amour reist Christian Bau 2011 an die Ostküste Japans und geht dieser Wortschöpfung nach. Was hat der Filmemacher gesehen?
„Ich habe alles gesehen.“ – „ Sie haben nichts gesehen, gar nichts.“

2011

20 GEIGEN AUF ST. PAULI

R: Alexandra Gramatke und Barbara Metzlaff
Thede Filmproduktion

Buch und Regie: Alexandra Gramatke und Barbara Metzlaff
Kamera: Barbara Metzlaff
Montage: Maria Hemmleb
Ton: Alexandra Gramatke
Produktion: thede Filmproduktion

gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
und unterstützt von der Baumgart Stiftung und der Paul- und Helmi-Nitsch-Stiftung

Die Kinder einer Grundschule auf St. Pauli bekommen im zweiten Schuljahr ein neues Unterrichtsfach: Bei dem Musiker Gino Romero Ramirez lernt die ganze Klasse Geige spielen. Ein Instrument, mit dem die Kinder des armen Stadtteils sonst wohl kaum in Berührung kämen. Privaten Unterricht können oder wollen die meisten Eltern nicht bezahlen. Das Projekt ist in Hamburg einmalig. Die Schule finanziert es mit Spendengeldern.

Gino Romero Ramirez kam als junger Mann aus Kolumbien nach Europa, um Musik zu studieren. Lange Zeit lebte er mit der Angst vor der Abschiebung, jetzt hat er einen deutschen Pass und unterrichtet Geige von der 2.– 4. Klasse. Er ist auf St. Pauli heimisch geworden.

Der Film begleitet die Schüler und ihren Lehrer drei Jahre lang. Der Unterricht selbst, die Beschäftigung mit Musik, Fortschritte und Bemühungen der Kinder stehen im Mittelpunkt. Wie schafft es ein Musiker, diese Kinder für ein so schwieriges Instrument wie die Geige zu begeistern und drei Jahre lang bei der Stange zu halten?
Gino Ramirez’ Ziel ist nicht, Geigenvirtuosen heranzuziehen oder auf ein einziges spektakuläres Event hinzuarbeiten. Er möchte seine eigene Liebe zur Musik auf die Schüler übertragen. Das gelingt ihm – mit starken Nerven, Geduld und Humor. Weil die Kinder den Lehrer so gerne mögen, lernen sie tatsächlich Geige spielen und haben Freude daran.

2010

ZWIEBELFISCHE — Jimmy Ernst, Glückstadt – New York


R: Christian Bau und Artur Dieckhoff
, 58 Minuten
Norddeutscher Filmpreis 2010
Thede Filmproduktion

Buch und Regie: Christian Bau, Artur Dieckhoff

Kamera: Barbara Metzlaff, Jörn Staeger

Montage: Maria Hemmleb

Musik: Ulrike Haage

Sprecher/in: Burkhart Klaußner, Verena Reichhardt

gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
 und der Filmwerkstatt Kiel der FFHSH

Dieser poetische Dokumentarfilm verknüpft auf mehreren Erzählebenen das Schicksal des New Yorker Künstlers Jimmy Ernst und seiner Eltern Max Ernst und Luise Straus mit der Geschichte der Fremdsprachendruckerei Augustin in Glückstadt.

Die Druckerei Augustin, 1632 in Glückstadt an der Elbe gegründet, spezialisierte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Druck „fremder Sprachen“ – u.a. Chinesisch, Armenisch, Pehlewi aber auch Sanskrit, Runen oder Keilschrift – und wurde dadurch in Fachkreisen weltberühmt. Erst in den 70er Jahren konnte das Erbe der Buchdrucker nicht mehr fortgesetzt werden. Seitdem stehen die Maschinen mit tausenden von „fremden“ Schriftzeichen wie unberührt in dem schönen alten Gebäude „Am Fleth“. Ein magischer Drehort.

Jimmy Ernst

In diesem verträumten Städtchen findet Jimmy Ernst 1935 Unterschlupf. Er ist der Sohn des Malers Max Ernst und der jüdischen Kunsthistorikerin Lou Straus, die zu der Zeit schon auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus in Paris leben. Trotz massiver Anfeindungen nehmen die Augustins den 15-Jährigen als Schriftsetzerlehrling bei sich auf. Und nur dank ihrer Hilfe kann Jimmy 1938 in die USA auswandern, wo er bis zu seinem Tod als Künstler lebt.
Der Film schildert Jimmy Ernst’ Zeit in Glückstadt. Er nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, in die abenteuerliche Geschichte seiner Familie und die der Druckerei Augustin und erweckt die alten Schriftzeichen zu neuem Leben.

DVD erhältlich über die thede.

Das Buch „Zwiebelfische…“ erscheint im Verlag Schwarze Kunst
ISBN 978-3-927840-40-9
48,- Euro mit einer DVD des Films „Zwiebelfische…“
Vertrieb: Edition Klaus Raasch

Vorzugsausgabe: Das Buch „Zwiebelfische, Jimmy Ernst, Glückstadt – New York“ incl. DVD erscheint als Vorzugsausgabe in einer Mappe mit einem Originalfoto von Candida Höfer. Das Foto von C. Höfer, das die Maschinensetzerei der Druckerei Augustin zeigt, erscheint in einer limitierten Auflage von 50 signierten und nummerierten Exemplaren. Preis: 800.- Euro.
Die Vorzugsausgabe ist zu beziehen über Edition Klaus Raasch.

Der Soundtrack von Ulrike Haage wird vom Film – Dienst im Rahmen der EDITION FILMMUSIK – Komponiert in Deutschland bei NORMAL RECORDS (Vertrieb: Indigo) herausgegeben.

2002

RETURN OF THE TÜDELBAND – Gebrüder Wolf Story

R: Jens Huckeriede
Thede Filmproduktion

Buch, Regie: Jens Huckeriede
Kamera: Bernd Meiners
Ton: Pascal Capitolin
Montage: Maria Hemmleb
Originalmusik: Roland Musolff
Regieassistenz: Gesche Carstens
Mischung: Stefan Konken
Produktionsleitung: Madeleine Dewald, Alexandra Gramatke
Producer: Christian Bau
Soundtrack: Trikont
Verleih: Filmwelt Verleihagentur

Bands: Felonious mit Dan Wolf, Ja König Ja, Chaos Buddhas, Fink, B-Low/Robbie Schuster und Originalmusik der Gebrüder Wolf

Drehorte: Hamburg, Shanghai, New York, San Francisco.

gefördert von der Filmförderung Hamburg GmbH und Kuratorium Junger Deutscher Film

Länge 81:30

Der Film handelt von der Lebensgeschichte der einstmals international berühmten Hamburger Volksmusiker, den „Gebrüdern Wolf“. Er zeigt den Aufstieg von Leopold, Ludwig, James und Donat zwischen 1895 und 1933 als Volksmusiker, Filmschauspieler, Unternehmer und Schallplattenstars. Ein deutsch-jüdisches Schicksal, das in der Phase des Niedergangs von Berufsverbot, Ermordung im KZ, Flucht oder Überleben in Hamburg handelt. Im Exil in Shanghai und später in New York geht die Ära der Gebrüder Wolf zuende.

Der rote Faden des Films ist die „Heimkehr“ von Dan Wolf, dem 26jährigen Urenkel von Leopold, der heute als Schauspieler und HipHop-Musiker in San Francisco lebt. 56 Jahre nach Auschwitz und fast ein Jahrhundert nach der Gründung der Gebrüder Wolf beginnt Dan die Suche nach seinen Wurzeln in Hamburg-St. Pauli. Dabei trifft er auf Hamburger Musiker seiner Generation, die sich mit der Musik der Wolfs auseinandersetzen. Neue Interpretationen werden entstehen und sollen an Orten aufgeführt werden, an denen die Gebrüder Wolf früher ihre großen Erfolge feierten.

Im Mittelpunkt des Films steht neben dem historischen Rückblick die ungewöhnliche Geschichte einer Musik, die im Jahre 1910 mit den Wolfs beginnt und ihren Bogen bis zum HipHop unserer Zeit spannt.
mehr Infos unter: www.gebruederwolf.de

2000

DYNAMO KIEW — Legende einer Fußballmannschaft

R: A.Gramatke, B. Metzlaff
Thede Filmproduktion
ARTE/WDR

Buch und Regie: Alexandra Gramatke und Barbara Metzlaff
Kamera: Barbara Metzlaff
Ton: Hanno Krieg
Montage: Maria Hemmleb
Produktionsleitung: Madeleine Dewald
Übersetzung: Alexandra Gramatke
Musik: Jan Feddersen
Produktion: thede Filmproduktion

gefördert von der Filmförderung Hamburg GmbH, Filmbüro NW, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Ein Film über die Ukraine und das Leben als sowjetischer Profisportler. Eine Hommage an die Spieler einer Fußballmannschaft, die eine der besten in Europa war.
Dynamo Kiew, der erfolgreichste Fußballklub der Sowjetunion, steigt in den 70er Jahren mit zwei internationalen Pokalen in die europäische Fußballelite auf. Die „Traumelf aus dem Osten“ jagt gegnerische Mannschaften über den Rasen und überrascht mit schnellem, offensivem Spiel. Westliche Sportjournalisten schreiben begeistert vom „Fußball des 21. Jahrhunderts.“ Die Spieler des „Roten Orchesters“ sind Stars und werden in ihrer Heimat wie Helden verehrt.
Oleg Blochin, Stürmer: „Ich wusste, dass wir guten Fußball spielten, aber als Star habe ich mich nicht gefühlt. Erst, als ich vor Beckenbauer zum europäischen Fußballer des Jahres gewählt wurde, habe ich es langsam begriffen.“ Heute sind die Spieler um die 50, aus ihrem Verein ist eine Aktiengesellschaft geworden, und einige der alten Fußballer kicken immer noch in einer Veteranenelf. „Das ist wie eine Verlängerung unseres Fußball-Lebens und nach dem harten Training gut fürs Herz.“

1995

HINTER DEN INSELN — Auf einem russischen Fabrikschiff

R: Barbara Metzlaff
die thede, NDR

Regie, Kamera: Barbara Metzlaff
Ton: Peter Stockhaus
Montage: Maria Hemmleb
Dolmetscherin: Alexandra Gramatke
Produktion: die thede, Peter Stockhaus

Norddeutscher Rundfunk, Filmförderung Hamburg

Februar 1996:
20 Fabrikschiffe aus Osteuropa liegen nahe der Hebriden an der Atlantikküste von Schottland. 1600 Menschen auf schwimmenden Städten. Sie sind hier, um von britischen Fangschiffen Makrelen zu kaufen. Seit vielen Jahren kommen die russischen Trawler, die Briten nennen sie Goldsucher, „Klondyker“. Eine dieser schwimmenden Fabriken ist die „Porechye“ aus Kaliningrad. Seit 8 Monaten folgt das Schiff den englischen Makrelenfängern rund um die britischen Inseln in der Hoffnung auf ein gutes Geschäft, denn der Lohn der Mannschaft ist abhängig von der Fischlieferung. Doch sie müssen warten, denn der Preis, den sie bieten können, ist gering. Einen Monat lang waren wir mit an Bord.

ROTE NELKE

Ein Film von Barbara Metzlaff
Deutschland 1994, Beta SP, 70 Minuten, Farbe

Buch, Regie, Kamera: Barbara Metzlaff
EB-Technik: Uwe Ahlborn
Montage: Maria Hemmleb
Dolmetscherin: Alexandra Gramatke
Produktion: die thede, Peter Stockhaus, Norddeutscher Rundfunk

Die „Rote Nelke“, ein ehemaliges Pionierlager, liegt in der Ost-Ukraine. Seit dem Reaktorunglück verbringen hier viele „Tschernobyl-Kinder“ ihre Ferien.
„Es war eine Nacht von Freitag auf Samstag, also der Beginn eines arbeitsfreien Tages …“ Am 26. April 1986 explodiert der Kern des Reaktors 4 im Atomkrafwerk Tschernobyl und eine der größten Umweltkatastrophen überzieht die Erde. Der Arzt Dr. Valentin Belokon hatte in dieser Nacht Bereitschaftsdienst und war als einer der ersten Helfer am brennenden Reaktor. Er selbst wurde schwer verstrahlt und behandelt heute noch die anderen Opfer. Sein Sommerarbeitsplatz ist die „Rote Nelke“. Nach seiner Idee soll es ein Sanatorium für strahlengeschädigte Kinder werden. Deutsche Jugendliche unterstützen seinen Plan und verbringen ihre Ferien mit dem Aufbau einer Krankenstation. Es gibt Probleme.
Ein Laster mit Baustoffen verschwindet auf dem Weg nach Osten und taucht wieder auf.

(Auswahl)